On suffering and change
04.06.2026
on https://youtube.com/shorts/l9kWL8fu5Msvon
@FreyiaNorthInNorway
Fear gives us pain or suffering and fear is not just happening on its own or just falling from the sky out of nothing, its actual things that we fear...things that we experienced as having caused us suffering in the past and we extrapolate or project that into the future in order to protect ourselves better...we just make one mistake there...we think and unconsciously even hope, that the future will always be like the past was, cause change lets things become unknown again and what is unknown scares us, cause we don't know if it might cause us suffering or more suffering than the status quo and we even hope that when we know that the past has actually caused immense suffering to us, cause we tell ourselves, that things might be much worse if we stop "flirting with the devil we know" and start opening our eyes to the new rooms of existence that we discover along our ways basically every day.
Gerrit Wilhelm Gründer
On photons
03.06.2026
https://en.wikipedia.org/wiki/Photon
Photons are said to have a theoretical mass of 0 and we wonder, why light has a speed limit of 299792458 m⋅s
But doesn't it seem unlikely then, that photons have 0 mass?
Wouldn't it be more probable for photons to have a non 0 mass(hence why sun sails as means of propulsion work) and 299792458 m⋅s is just the value that cannot be surpassed without the photon's miniscule amount of mass "at rest(at the speed relative to an unknown and undefined reference frame we perceive as rest from our observational position)" became infinite or reach another fundamental threshold?
Gerrit Wilhelm Gründer
On purity ideals
03.06.2026
Concerning possible origins of purity ideals and possible interconnections:
In my main work
"Blue Pearls - A Contradiction",
I conveyed that the way many configurations of our societies are, can be deduced to originate in overly extreme veneration and application of purity ideals and that they were established as a general cultural background for many parts of the world through certain religious practices.
I myself was born a Christian, where the Christianities originated in Judaisms, which are amongst the oldest forms of organised religion that we know in the western world.
Yet Egyptian organised religion predates Judaism clearly and Jews used to be nomadic peoples. Jews and Egyptians were at large with each other for long time and to heavy impact.
So it can safely be assumed, that Egyptians and Jews(merely as an example here, surely applies to all kinds of other forms of societal organisation) were not just at conflict within their societal systems, but also on a personal and intercultural level.
As mentioned in my main work, purity ideals might have differed between populations having settled and nomadic populations, and therefor possibly been a source of conflict amongst those differing societies.
Populations of Egypt were, as far as I know, amongst the first to settle and practice horticulture along the fertile shores of the Nile which probably also involved dealing with live stock and being prone to infections, originating from feces, cadavers and products from milk etc from livestock and therefore might have required more intense implementation of hygiene standards and therefore, possibly a derogatory stance towards those who did not share the same practices and standards there(which is in a nomadic way of living clearly not as much of a requirement, since sources of infection of such kinds, are naturally being avoided in the first place).
What might be an artifact of these times, still clearly observable today, is the still wide spread weariness towards nomadic populations, such as the Sinti and Roma who were formerly (derogatorily by some) addressed as "Gypsies" which possibly might be a phonetic and belittling derivative of the word "Egyptian" as in "little" or minor Egyptian...possibly because of the lower population size, compared to other peoples having lived in Egypt at the time and the derogatory note to the term might only have come later due to their differences in lifestyle.
But aren't we good at dramatising everything in our history books?
religious --> relic --> remains --> history --> his(their) story --> his(their) narration --> history books --> collections of their narrations that remain
Gerrit Wilhelm Gründer
Foucault in der Gegenwart
17.04.2026
In Reaktion auf den content des Kanals scobel/Gert Scobel " Foucault: Die Wahrheit über Freiheit, die keiner hören will – scobel" vom 17.04.2026
https://www.youtube.com/watch?v=zeKc0D140ic
(Ich bitte darum zu berücksichtigen, dass jegliche hier vorgebrachte Kritiken, lediglich den Effekten bestimmter Rahmenbedingungen gelten und in keinster Weise Menschen, die Bewegungen jeglicher oder irgendeiner Art angehören, an sie glauben, ihre Inhalte verbreiten bzw Konstrukten, die als diesen zugeordnet betrachtet werden können.)
Wie ich finde eine großartige und extrem inspirierende Folge...die Resonanzwellen lassen mich quasi von einer Zimmerseite zur anderen schwingen xD
Ich war mir Kant's Kernthemen bewusst, aber in solch einer Tiefe und Klarheit wie sie hier transportiert werden, war ich mir seiner Werke nicht bewusst.
Ich bin mir auch uneins, ob seine Sichtweise der Selbstverschuldung der Unmündigkeit zutreffend ist, bzw inwiefern sie zutreffend sein kann oder mag. Er mag an Platos Höhlengleichnis gedacht haben, ich denke viel mehr an den lokalen und immer noch rezenten Kulturhintergrund, christlich/abrahamäisch-religiös dogmatischer und gewaltsamen autoritären Prägung über die letzten 1000 Jahre. Kant reflektiert, im historischen Kontext betrachtet, die Denkweisen seiner Zeit, die durchweg von christlichem Dogma geprägt sind. Die Sozialisierung über ein Konstrukt von Gut&Böse prägt Betrachtung durch einen 0/1 Filter und lässt theoretisch keinen Raum für Nuancen, entweder etwas ist absolut gut, oder absolut böse. Realität verhält sich nach heutiger Betrachtung jedoch vollkommen relativ. Wenn ich durstig bin, bin ich froh, dass das Glas noch halbvoll ist. Wenn ich eigtl genug getrunken habe und aber auch nichts wegschütten will, bin ich froh, dass das Glas bereits halb leer ist und ich mir nicht mehr zu viel aus Sparsamkeit heraus einverleiben muss. Kant betrachtete die Unmündigkeit als selbstverschuldet, da er als Kind seines Zeitgeists, Kompensationsverhaltensweisen die ihm von Geburt an vorgelebt wurden, nicht zu transzendieren vermochte. Die Genesis beschreibt die Erde als Zentrum des Universums, den Mensch als Krone der Schöpfung im Ebenbild Gottes, aber auch als inherent fehlerhaften, ständig von der Todsünde und damit ewiger Folter und Verdammnis bedrohten Sünder, der nur durch frommes Verhalten entlang kirchlicher Vorstellungen errettet werden könne. Nach aktuellen psychologischen Perspektiven, führt ein solches perspektivisches framework zu einem negativen Selbstbezug, der über vorgelebte und damit angeeignete Kompensationsweisen ausgeglichen werden soll, nämlich, Selbstüberhöhung und Fremdabwertung. Kant sah sich als transzendenzfähiges Individuum, während er das Gros der Bevölkerung als "defizitär faul und feige" erlebte...entlang der damals herrschenden Vorstellungen von (Primär)tugenden. Ebenso erging es offenbar Simone de Beauvoir, als sie, als von ihr als zu wenig emanzipatorisch erlebte Frauen, selbstverschuldeten "mauvaise foi", "schlechten Glauben", ebenso aufgrund von Faulheit und Feigheit attestierte.
Ein Glas ist aber nicht nur halb voll oder halb leer, es kann auch voll genug, oder zu voll oder nicht voll genug sein oder oder oder...unser längst nicht mehr religiös assoziierter Kulturhintergrund, lenkt unsere Betrachtung jedoch in eine strenge autoritäre, eindimensionale und absolutistische Hierarchie, während die Realität eigtl nur Entscheidungen und Konsequenzen kennt, die in Bezug auf unterschiedliche Aspekte ihre jeweiligen Vor- und Nachteile haben können. Die Reinheitsideale unser aller spirituellen Kulturhintergrunds, machen es aber unschicklich, sich der Makelbehaftung preiszugeben, da ständige darüber stattfindende Abwertung und Verhaltenskontrolle, immnense Schuldkomplexe begünstigen, die es uns unbewusst gebieten, jedwede Überschreitung aus internalisierter Strafvermeidungsambition heraus zu umgehen.
Denn Faulheit und Effizienz liegen nah beieinander, Mut und Idiotie sind auch nicht immer klar unterscheidbar, denn sie verhalten sich relativ zu Umständen.
Self Confirmational Bias ist die moderne Erkenntnis, die mich davon überzeugt, dass Unmündigkeit nicht selbstverschuldet, sondern angeeignet bzw eingeprägt ist...über viele Jahrhunderte hinweg unter Androhung nicht nur von Tod, sondern von ewiger Verdammnis und Folter, bis übers Lebensende hinaus. Bezieht man weiterhin neuere Erkenntnisse aus der Epigenetik hinzu, die besagen, dass Umweltereignisse beeinflussen was und wie wir vererben(Konfiguration von Genen bzw nicht-sequenzielle Unterschiede), wird an sich klar, dass Selbstverschuldung allenfalls relativ sein kann dabei. Sie mag nicht absolut sein, aber im Geiste quantenmechanischer Betrachtung, dürfte sie unter den historischen Umständen sehr unwahrscheinlich auftreten. Von daher sollten wir uns alle "some slack cutten"^^ Jeder Koch kann nur so gut sein wie seine Zutaten und gut genug, ist bereits perfekt! :)
Anmerkung zum Thema Genderpaygap: Auch da spielt confirmational bias nach aktuelleren Hypothesen eine Rolle. Der kulturhintergrundsbedingte confirmational bias besagt dort, Mädchen seien in der Schule besser. Eine in über 60 OECD Ländern durchgeführte Studie bestätigt jedoch, dass Mädchen tatsächlich für vergleichbare Leistung, schlichtweg bessere Noten bekommen als Jungen, bzw Frauen und Männer, in weiterführenden Schulen und Universitäten. Durch eine Überbewertung von Leistung verschiebt sich die Selbstwahrnehmung und beeinflusst Selbstpräsentation, Karriereentscheidungen usw usf. Auf Arbeitgeberseite hat sich das (vornehmlich weiblich besetzte) "HumanResources"-Personal vmtl daran gewöhnt, dass gleiche Note auf dem Papier nicht auch automatisch identische oder vergleichbare Leistung bedeutet, sondern da verlässlich und regelmäßig ein Unterschied wahrgenommen werden kann. Kein Pferd springt höher als es muss(Faulheit/Effizienz), hat aber auch nicht so trainierte Sprungkraft wie das andere Pferd, das für die gleiche Note etwas höher springen muss.
U.a. daraus erklären sich dann hypothetisch auch unterschiedliche Honorierungen eigtl vergleichbarer Jobpositionen und -qualifikationen, aber nicht unbedingt Leistungen. Lehrerschaft ist grade in unteren Jahrgangsbereichen vornehmlich weiblich besetzt, der confirmational bias besteht aber laut Studien bei beiden Geschlechtern und es wäre spannend, ob sich eine Kompensation dieser Verhältnisse, im Jobmarkt spürbar messen ließe.
Die hypothetische Betrachtung die ich meine heißt
"Cheap Talk in the Classroom:
How Biased Grading at School
Explains Gender Differences in
Achievements, Career Choices
and Wages"
Self confirmational bias in Kombination mit flächendeckenden Normalisierungseffekten betreffen uns alle und verzerren unsere Wahrnehmung kollektiv, sodass wir es oft nicht merken können...self confirmational bias blind spots sind normal und niemand braucht sich dafür schämen, denn gut genug ist bereits perfekt, denn die Evolution nimmt nicht nur mit was aktueller menschlicher Betrachtung nach "perfekt" erscheint, sondern alles was graaaaade so, gut genug ist um zu überleben.
Vielen Dank für die ganze Arbeit die Ihr in die Episoden steckt!
Gerrit Wilhelm Gründer